Robb´s Wochenblog

politisch – kritisch – piratig

Die FDP in BaWÜ zu Killerspielen

Und die Piratenpartei hat doch recht!

Das nenne ich mal gut versteckt! Am Ende eines Artikels in der Zeitung meines Heimatortes in dem es um die Spekulationen zum Wechsel des Baden-Württembergischen Justizministers Goll zum Verfassungsgericht in Karlsruhe geht, stolperte man am Samstag den 14.11.2009 auf Seite 1 plötzlich über einen kurzen Absatz zum alljährlichen Symposium des Justizministeriums in Triberg zum Thema Jugendgewalt.
Es wird hier in aller Kürze ausgeführt, dass Amokläufe anhand bestimmter Auffälligkeiten des Täters bereits häufig im Vorfeld erkannt werden könnten, es wird davor gewarnt den Blick nur auf einzelne Verhaltensauffälligkeiten zu richten.

Allein, was meinte der Gewaltforscher Jens Hoffmann mit dieser Aussage? Eine 3-Minuten-Suche bei Google führte weiter!

Keine Erwähnung findet eine aus meiner Sicht interessante Aussage von unserem Justizminister Goll als Teilnehmer des Symposiums in Triberg zum Themenbereich Killerspiele. Selbige wurden zuletzt nach dem fürchterlichen Amoklauf von Winnenden an den medialen Pranger gestellt. Goll führte während des Symposiums aus: „Nach allem was wir wissen, haben solche Killerspiele in den Fällen, die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, überhaupt nicht die Rolle gespielt, die ein Verbot rechtfertigen würde“….„ein Verbot halte ich für keine taugliche Lösung, die Gewalttätigkeit unter Jugendlichen in den Griff zu bekommen“
Weiter führte Goll während des Symposiums aus, dass Erwachsene vor allem ein gutes Vorbild geben müssten und ihren Kindern durchaus christliche und humanistische Werte vermitteln dürften, die die Grundlage unserer Kultur seien.
Hier wird deutlich, dass die Politik erkannt hat: Nicht ein Spiel tötet, sondern die Möglichkeit eines Zugriffs auf eine Waffe! Pixel töten nicht! Weiterhin wird deutlich, dass die in einzelnen Bereichen vorhandene soziale Isolation, verbunden mit Mobbing der Auslöser für irrationale Wahnsinns-Taten sind. Hier ist das Kultusministerium und damit die Schulen gefordert, Abhilfe zu schaffen!
Thematisiert wurde in Triberg auch die Frage wie viele Insensiv-Täter es überhaupt gibt in Baden-Württemberg. Hierzu findet sich die Aussage, von einem anderen Teilnehmer des Symposiums, dass es sich um nicht mehr als 20 Intensivtäter handelt.
Es ist also herauszustellen, dass der durch die Medien vermittelte Eindruck, ein nicht unerheblicher Anteil der Jugend sei schwerst kriminell schlichtweg falsch ist.
Diese 180 Grad Wende des Justizministeriums, jetzt mit einer Halse voll vor dem Wind der öffentlichen Meinung der Jugend fahrend, zeigt, dass die Piratenpartei recht hat mit Ihrer Auffassung, dass Spieler von sogenannten Killerspielen mitnichten asoziale Massenmörder sind, die alle nur auf ihre Gelegenheit warten.
Fraglich bleibt, wie Herr Goll diese Aussagen seinen mit Masse älteren Wählern erklären will,…aber vielleicht will er es ja auch gar nicht, mit der Angst der Bürger regiert es sich ja so wunderbar ;-) .

Schade das man in einer Zeitung nicht googeln kann…. ;-)

15. November 2009 Geschrieben von | Killerspiele, Piratenpartei | , , , | 2 Kommentare

   

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